Lange genug geärgert... ...Wählergruppe gegründet

Zwei Legislaturperioden lang wurde die kommunale Ortspolitik in Gusenburg von einer großen Volkspartei alleine regiert. Alle 16 gewählten Ratsmitglieder gehörten dieser Partei an oder standen ihr nahe. Während der letzten 5 Jahre verließen einige Ratsmitglieder, die teils seit Jahrzehnten kommunalpolitisch tätig waren, aus Verdruss „ihre Partei“.

 

Unmut kam im Hochwaldort über das Handeln einiger politischer Funktionsträger auf. Ein „Alleinregent“ bestimmte im Prinzip über das politische Handeln; für die erforderlichen Mehrheiten bei einigen Ratsbeschlüsse hielt unter Umständen der selbst verordnete Fraktionszwang her. Schließlich blieben einige Ratsmitglieder selbst den Fraktionssitzungen fern.

 

Anfang 2009 fanden sich anlässlich einer Kreistagsitzung der Freien Wählergruppe Trier-Saarburg eine handvoll politikinteressierter Bürger zusammen und lernte in dieser Sitzung den etwas anderen Abstimmungsverlauf in einer Wählergruppe kennen: Sachorientiertes Entscheiden – frei von Parteiinteressen und Fraktionszwängen. Ein Vorbild auch für die Ortspolitik in unserem Dorf?


Durch Mund-zu-Mundpropaganda wurde zu zwei „Kennenlernsitzungen“ eingeladen, um zu erkunden, ob es eine ausreichend breite Basis für eine Wählergruppe im Ort gibt. Und diese Basis war vorhanden:

Von der ersten Sitzung an war die Richtung klar: eine Wählergruppe sollte gegründet werden, die offen ist für alle ortspolitikinteressierten Bürger.


Somit fiel die Entscheidung einfach. Es sollte eine nichtmitgliedschaftlich organisierte Wählergruppe sein. Diese Art der Wählergruppe ist gesetzlich verpflichtet, alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zu ihren Sitzungen einzuladen. Jeder darf erscheinen, Wort ergreifen und seine Meinung sagen. So sollte von Beginn an jeglicher Eindruck vermieden werden, dass es sich um Ortspolitik hinter verschlossenen Türen handeln könnte, zu der nur Insider Zugang haben. Gesucht wurden insbesondere Bürger, die bereit sind, mit starkem persönlichem Engagement die Belange der Bürger vertreten zu wollen.

 

So konnten in der Gründungsversammlung am 01.03.2009 in der Gaststätte „Wild-Boar“ mehr als 50 Besucher begrüßt werden, die in der anschließenden Sitzung eine nichtmitgliedschaftliche Wählergruppe gründeten, sich eine Satzung gaben und den 1. Vorstand der Wählergruppe wählten.

 

In der folgenden Sitzung am 15.03.2009 wurde dann der Kandidat für das Amt des Ortsbürgermeisters, Josef Barthen, und die Kandidaten zum Ortsgemeinderat gewählt. Damit erhielt die Wählergruppe laut Kommunalwahlgesetz auch ihren Namen: Wählergruppe Barthen.


Der Zusammenschluss der Wählergruppe hat sich selbst einige Ziele und Vorgaben formuliert:

Wir wollen keine Politiker sein, sondern Sprecher der Bürger und Wähler. Wir wollen ein Ohr haben für die Sorgen, Belange und Wünsche der Mitglieder unserer Gemeinde. Wir wollen mit den Bürgern reden, transparente Ortspolitik machen und Basisdemokratie ausüben. Mit einem Satz gesagt: Wir wollen den mehrheitlichen Bürgerwillen umsetzen – mit gesundem Menschenverstand und Respekt vor dem Bürger und seiner Meinung.

 

Bislang können wir nur Versprechungen machen und glaubhaft versichern, wie unsere Wählergruppe Ortspolitik versteht. Neugegründet kann man eben nicht auf bereits in der Vergangenheit geleistetes zurückblicken und verweisen.


So wie jede/jeder unserer Kandidaten im häuslichen und beruflichen Bereich Entscheidungen vorbereitet und trifft, so wollen wir auch mit derselben Sorgfalt in Zukunft Ortspolitik für unser Dorf machen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

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Josef Barthen

Vorsitzender der Wählergruppe

 

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